NEU: Die Arbeiter im Olivenhain

Es gibt wieder ein neues Lehrstück zum Ausprobieren! Das in einem griechischen Olivenhain angesiedelte didaktische Setting ist auf eine Doppelstunde angelegt (ließe sich mit etwas Phantasie aber ohne Probleme zu einer ganzen Unterrichtsreihe erweitern). Gemeinsam kommen die Teilnehmer darin Schritt für Schritt einem wichtigen Gerechtigkeitsmaßstab auf die Spur, der sich in vielen intuitiv-alltäglichen Urteilen zur Geltung bringt. im zweiten Teil wird dieser Maßstab in der Auseinandersetzung mit Texten von Aristoteles dann auf den Begriff der proportionalen Gleichheit gebracht.

P.S.: Als nächstes sind Uploads sowohl zu anderen Fächern (u. a. Mathematik) als auch für andere Klassenstufen (v. a. Sek I) geplant!

NEU: „Strafe muss sein!“?

Wir haben heute der Materialseite etwas Neues hinzugefügt, auf das wir hier kurz hinweisen wollen. Es handelt sich um ein kurzes (eine Dopelstunde) Lehrstück zum Oberstufenthema „Straftheorien“. Das klassische Stück Antigone übernimmt dabei die Funktion der „didaktischen Fabel“. Unser Dank gilt dem angehenden Lehrer Christoph Kehl, der uns sein Konzept freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

P.S. Nicht über den Dokumentenkopf wundern, das Lehrstück ist im Kontext einer Staatsexamensprüfung entstanden 😉

NEU: Das Drama des Verliebens

Wie angekündigt, erscheint in der Sektion „Lehrstücke“ nun endlich das erste längere (eine Unterrichtseinheit) und ausführlich kommentierte Lehrstück. Bei dem Text mit dem verheißungsvollen Titel „Das Drama des Verliebens“ handelt es sich um die Examensarbeit von Anne Gnielka, die derzeit in Schulpforte lehrt. Besonders anschaulich wird sie dadurch, dass die bei der Durchführung in einer 10. Klasse gemachten Beobachtungen konsequent einbezogen und ausgewertet werden. Die Einleitung bietet zudem eine hilfreiche Orientierung über die Grundsätze der Lehrstückdidaktik und der daran geäußerten Kritik. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Zeitungsbericht über Studienfahrt nach Neuhaus: „Erst in die Disco, dann zu Aristoteles“:

Am 02.02. unterrichtete Mario Ziegler bei einer Studienfahrt im Rahmen von „Ausbilder der Ausbilder – ein Projekt mit Akteuren aller Phasen der Lehrerbildung“ die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Gymnasiums Neuhaus am Rennweg. Und die Lebendigkeit des Geschehens hat offenbar Aufmerksamkeit erregt: http://rudolstadt.otz.de/web/rudolstadt/startseite/detail/-/specific/Gymnasium-Neuhaus-will-Ausbildung-der-Ausbilder-verbessern-1426011817 (von Norbert Kleinteich, Stand: 16.02.18)

Die Geometriestunde des Sokrates

Am nächsten Wochenende wird sich in Jena eine Gruppe unterschiedlicher Menschen in Muße zusammenfinden, um sich für ein paar Tage ganz einem selbstgewählten Thema zu widmen. Unser Gegenstand: Platons Dialog Menon, genauer: die wohl berühmteste Geometriestunde der Geistesgeschichte. Die lebhaften Schilderungen des von Sokrates derigierten Unterrichtsgeschehens werden zum Ausgangs- und Ankerpunkt einer gemeinschaftlichen Denkanstrengung, durch die wir uns Klarheit in grundlegenden Fragen verschaffen wollen – Was ist eine (Er-)Kenntnis? Wie lässt sie sich erlangen und wie kann man sie vermitteln? Vor allem wird es aber um die besondere Rolle gehen, die Wahrnehmung, Darstellung und Aufmerksamkeit in diesen Zusammenhängen spielen. Beginn ist am Freitag (14.07) um 17:00 im Hörsaal Z1 (Zwätzengasse 12); am Samstag (und ggf. Sonntag) wechseln wir in Raum 215 (am Planetarium 4). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Lehrerfortbildung Gymnasium Querfurt

Unter dem Titel: »Philosophie in Szene: Epikur – Glück und Bedürftigkeit« hat Mario Ziegler am 11.05.2017 eine Fortbildung mit Lehrerinnen und Lehrern des Fachs Ethik durchgeführt. In der dreistündigen Veranstaltung, deren Ankündigungstext unten folgt, ging es um nicht weniger als die Prinzipien der Lehrstückdidaktik (Inszenierung, Darstellung, Dialog, …) in ihrer Bedeutung für den Ethik-Unterricht. Thematisiert wurden diese jedoch nicht allgemein-abstrakt, sondern exemplarisch, ausgehend von ganz konkreten Erfahrungen, die die Teilnehmer in der ersten Hälfte – in der sie selbst wieder zu Schülern wurden – selber machen durften. Auf diesem Wege ergab sich eine spannende und lebhafte Diskussion.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Inszenierung: An der Tafel ist ein durstiger Esel zu sehen, der im Regen in der Nähe eines Wassertroges steht, während im Hintergrund ein Heuhaufen und ein Stall mit einem großen Dach zu erkennen sind. Ausgehend von der schlichten Frage, was der Esel tun wird, sobald er den Wassertrog sieht, soll anhand der Szene schrittweise der Begriff des Bedürfnisses sowie der Bedürftigkeit geklärt werden. Wenn sich alle Teilnehmer klargemacht haben, unter welchen Bedingungen der Esel den Gipfel seines Wohlbefindens erreicht, darf erstmals auch Epikur zu Wort kommen, dessen „Philosophie der Freude“ im Mittelpunkt dieses kleinen Lehrstücks stehen soll.

Die In-Szene-Setzung ist nicht nur der Ausgangspunkt, sondern auch der Dreh- und Angelpunkt für das philosophische Nachdenken im Unterricht. Im Anschluss an die exemplarische Unterrichtsdurchführung werden wir gemeinsam die didaktischen Grundlagen dieser Form der unterrichtlichen Inszenierung betrachten.